Frühstückskuchen mit Blutorangen-Guss

Lang, lang ist’s her und wer diesen Post trotzdem liest, der hat unseren Blog entweder abonniert oder ist auch ohne Abonnement ein treuer Besucher. Die letzte Zeit hatte es in sich; wir haben einfach nicht die Zeit gefunden, unseren Blog aktuell zu halten. Da die Blog-Szene aber boomt, werdet ihr uns voll kaum vermisst haben… Trotzdem: wir sind zurück und feiern sogar schon in Bälde unser einjähriges Jubiläum:-). Zeit, wieder den Rührbesen zu schwingen!

Pünktlich zum Wochenende liefere ich euch das Rezept eines leckeren Frühstückskuchen, der früh morgens, zum Brunch aber auch zum nachmittaglichen Kaffee schmeckt. Ein spitzen Energielieferant, der beinahe schon gesund ist!


Was?

(für eine kleine Kuchenform, 20 cm Durchmesser)

250 ml Milch + 1 halbe Packung Vanillepuddingpulver + 2 EL Zucker
100 g Butter (Zimmertemperatur)
2 EL Honig und 2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Schale einer Bio-Zitrone, gerieben
2 Eier
50 g Dinkelvollkornmehl
100g helles Dinkelmehl (oder Weizenmehl)
50 g gemahlene Haselnüsse oder gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Backpulver
20 g Chiasamen, 15 g Amaranth, 10 g Leinsamen, 1 Handvoll Mandeln (bei Belieben mehr oder weniger)

Für den Guss:
3 EL frisch gepresster Blutorganensaft, 4 EL Staubzucker


Wie?

Backrohr auf 180°C (Umluft) vorheizen. In einem Topf eine halbe Packung Vanillepuddingpulver mit Milch und Zucker nach Packungsanleitung anrühren. In einer separaten Schüssel Butter mit Zucker, Honig und Vanillezucker cremig rühren (ca. 4-5 Minuten). Geriebene Zitronenschale dazugeben. Eier unterrühren. Dinkelvollkornmehl, helles Mehl, gemahlene Nüsse und Backpulver mischen und unter die Masse geben. Zum Schluss Vanillepudding unterrühren und Chiasamen, Amaranth und Leinsamen kurz untermischen. In eine gefettete Kuchenform füllen und Mandeln oben aufstreuen.

Ca. 35 – 40 Minuten bei 180° C (Umluft) backen. Stäbchenprobe!

Kuchen abkühlen lassen, dann erst aus der Form nehmen. Staubzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Blutorangensaft einen Guss anrühren. Über den abgekühlten Kuchen gießen. Voilà!

Für einen perfekten Start in den Tag…

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– Eure L.

Marzipanzopf…

…mit Mandeln verfeinert…!

Mein Tag muss immer süß beginnen – Zopf zum Frühstück zählt dabei zu meinen Favoriten. Warum nicht mal mit Marzipan-Mandelfüllung? Dies ist ein bewährtes Rezept meiner lieben Schwiegermama. Schmeckt köstlich und ist ganz einfach!

Marzipanzopf 2 Bilder a

Was?

Für den Teig
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
250 ml lauwarme Milch
80 g Butter
50 g Zucker
1 Prise Salz

Für die Marzipanmasse
200 g Marzipan-Rohmasse
2 Eiweiße
2 EL Zucker
150 g geriebene Mandeln
1 Schnapsglas Rum

eventuell Hagelzucker oder Pistazien zum Dekorieren

(ergibt einen schönen, großen Zopf)

Wie?

Mehl mit Trockenhefe, Zucker und Salz mischen. Milch etwas erwärmen (darf aber nur lauwarm sein, nicht heiß!) und Butter hinzufügen (wird dann weich und lässt sich gut verarbeiten). Anschließend zur Mehlmasse geben und zu einem geschmeidigen Teig schlagen/kneten (mit dem Knethaken geht es besonders gut).

Teig ca. 15 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Währenddessen Marzipanmasse vorbereiten, indem man einfach alle Zutaten zusammenmischt (Die Marzipan-Rohmasse lässt sich nicht so leicht verarbeiten – ich habe daher eine Reibe verwendet).

Teig ausrollen und die Marzipanmasse auf einer Hälfte verteilen. Die andere Teighälfte darüber klappen. Zwei Mal der Länge nach einschneiden, sodass drei Stränge entstehen. Dann einen Zopf flechten.

Den fertigen Zopf nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen. Dann bei 180° 35-40 Minuten backen und am besten noch lauwarm genießen.

Tipp: Wenn man bereits fertig gemahlene Mandeln verwendet, bekommt der Zopf noch ein schöneres Muster (ich habe dieses Mal ganze blanchierte Mandeln zermahlen, weshalb sich die Füllung farblich nicht so vom Zopf abhebt).

Marzipan verleiht dem Zopf den gewissen Pfiff…

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– Eure A.

Coconut-Lemon-Curd

Curd? Kennt ihr nicht? – Dann müsst ihr es unbedingt kennen lernen! Nicht Pudding, nicht Aufstrich, irgendwas dazwischen… aufjedenfall lecker genug, um es zu löffeln und genau das richtige, wenn man mal einfach nur dieses „Mmmmmmmmmmhhh…-Gefühl“ verspüren möchte. Macht sich aber auch super auf frischen Brötchen, Pancakes, einfach nur mit Joghurt oder in einem Tartelette… Bitte ausprobieren – ihr werdet es nicht bereuen.

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Was?

4 Eier (davon 2 ganze Eier und 2 Eiweiß)
150 g Zucker
110 g Butter
175 ml Kokosnussmilch (ungesüßt)
Saft einer Zitrone


Wie?

Zitrone auspressen und Saft beiseite stellen. Butter mit Zucker in einer hitzebeständigen Schüssel schaumig schlagen. Dann die Eier (2 ganze Eier und 2 Eiweiß) einzeln unterrühren. Kokosnussmilch und Zitronensaft dazugeben und gut verrühren. In einen Topf ca. 3 cm hoch Wasser füllen. Die Schüssel daraufsetzen, sodass ein Wasserbad entsteht. Ca. 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze rühren, bis eine relativ dickflüssige Masse entsteht. Diese Masse dann in ein gut verschließbares Behältnis geben und abkühlen lassen. Das Ganze dann im Kühlschrank kalt stellen (am Besten über Nacht) – es wird noch deutlich fester!

Ich habe den Curd dann – unter anderem – in kleine Tartelettes gefüllt; und zwar habe ich einen Fertigteig verwendet (könnt ihr natürlich auch selbst machen, und zwar mit diesem Rezept), in eine Form gelegt, 5 Minuten vorgebacken, mit Curd befüllt und nochmals 10-15 Minuten fertig gebacken.

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Himmlisch…

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–  Eure L.

Heidelbeer-Tarte mit viiiiel Vanille

„Time to tart!…“, dachte ich mir und los ging’s. Aber mit viel Vanille… und mit Heidelbeeren. Eine bessere Kombi gibt’s ja kaum – oder?

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Was? 

(die Masse hat bei mir gereicht für 1 große, rechteckige Tarteform wie abgebildet und 2 kleine Tarteformen – siehe Bilder unten)

Für den Teig:
200 g helles Dinkelmehl (oder Weizenmehl)
75 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb (von einem großen Ei)
150 g Butter (Zimmertemperatur)

Für die Fülle:
3 große Eier
1 Vanilleschote
50 g Zucker
70 g Vanillezucker
150 g Sahne (ich hab eine fettreduzierte Variante genommen, hat auch geklappt)
80 ml Milch
2 El Speisestärke
200 bis 250 g Heidelbeeren (gefroren geht auch)

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Wie?

Mehl, Zucker, Salz, Eigelb und Butter mit einem Mixer mit dem Knethaken zu einem Teig verarbeiten, in Frischhaltefolie wickeln und für mindesten eine halbe Stunde kühlstellen.

Backrohr auf 175 ° C vorheizen, Tarteform ausbuttern und bemehlen. Teig auf einer mit Frischhaltefolie ausgelegten, mit Mehl bestäubten Fläche ausrollen, gegebenenfalls entsprechend zuschneiden und dann über die Tarteform legen. Überstehende Ränder „wegdrücken“ und alles festdrücken. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier belegen und mit getrockneten Hülsenfrüchten (zB mit Kichererbsen) auslegen und damit ca. 5 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Vanillemark rauskratzen. Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, Vanillemark, Sahne und Milch dazuschlagen. Zuletzt die Speisestärke untermischen.

Das Backpapier samt Hülsenfrüchten vom vorgebackenen Tarte entfernen und die Vanillemasse bis knapp unter den Rand gießen. Heidelbeeren dazu geben. Etwa 30 Minuten backen.

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Macht Freude…

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– Eure L.

 

 

 

Fluffiger Zwetschgen-Kuchen

Der Herbst ist da und mit ihm die herbstlichen Rezepte… Mit dem nachfolgenden Zwetschgen-Kuchen-Rezept fällt es einem jedenfalls leichter, sich vom Sommer zu verabschieden.

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Was?

500 g Zwetschgen
4 Eier
50 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
2 EL Ahornsirup
2 EL geschmacksneutrales Öl
150 g Mehl
2 TL Backpulver
250 g Topfen
1 Prise Salz

Wie?

Backofen auf 190 ° C (Umluft) vorheizen. Zwetschgen waschen, halbieren, entkernen und in Scheiben schneiden. Eier trennen. Das Eigelb gemeinsam mit dem Zucker, Vanillezucker und dem Ahornsirup schaumig schlagen. Dann Öl, Mehl, Backpulver und Topfen daruntermixen. Eiweiß separat mit einer Prise Salz steif schlagen. Vorsichtig unter die Masse heben und in eine gefettete und ausgemehlte, runde Tarteform (oder sonstige Kuchenform) füllen. Mit den Zwetschgen belegen und ca. 30 Minuten backen.

Bei Belieben mit etwas Ahornsirup begießen und am besten noch warm verdrücken.

Da wird einem warm ums Herz…

– Eure L.

Nussgipfel

Die Bilder der „Gipfel wie vom Bäcker“, welche von der talentierten Denise von blondieundbrownie letztens gepostet wurden, waren sowas von überzeugend, dass ich mich an diesem Sonntag auch mal am „Bäcker-Gipfel-Backen“ versuchen wollte. Bei mir bedarf es wohl noch etwas mehr Übung, lecker waren sie aber trotzdem. Ich habe das Rezept leicht abgewandelt, insbesondere Trockengerm anstatt einem Hefewürfel verwendet, da das einfach etwas schneller und einfacher geht, und außerdem noch eine Nussfüllung reingepackt.

Die Tipps von Denise zum Profi-Gipfel-Backen sind absolut empfehlenswert!

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Was?

500 g Mehl (ich hab helles Dinkelmehl verwendet; natürlich geht auch Weizenmehl)
250 ml Milch (ich hab ungesüßte Mandelmilch verwendet… gibt’s mittlerweile schon fast in jedem Supermarkt, ansonsten im Drogeriemarkt. Kuhmilch tut’s selbstverständlich auch)
1 Packung Trockengerm
2 Eidotter (Größe S)
50 g Zucker
50 Butter
1 gestrichener TL Salz
1 Ei (zum Bestreichen)

Für die Fülle:
200 – 250 g geriebende Mandeln (oder andere Nüsse)
2 EL Maisstärke
2 EL Staubzucker
ca. 4 EL Mandelmilch (oder Kuhmilch)

Staubzucker zum Bestäuben

Wie?

Mehl, Trockengerm, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Milch in einem Topf anwärmen bis sie lauwarm wird und die Butter darin anschmelzen. Zum Schluss die Eidotter unterrühren und alles in Etappen unter die Mehlmischung kneten (mit dem Knethaken einer Küchenmaschine oder des Mixers, zur Not mit der Hand), bis ein einheitlicher Teig entsteht. Ein Küchentuch darüber legen und ca. 45 Minuten oder länger gehen lassen, bis der Teig ca. doppelt so groß geworden ist. Aus dem Teig ca. 8 kleine Kugeln formen  (ca. 100-120 g pro Kugel), auf ein gestäubtes Küchentuch legen und derweil zudecken. Daneben die Nussfülle anrühren (also alle Zutaten in eine Schüssel, alles verrühren. Mandelmilch bitte nur so viel zugeben, bis eine feine Paste entsteht, sollte nicht zu dünnflüssig werden!). Dann die Kugeln einzeln dünn ausrollen, sodass ein Dreieck entsteht, eine Portion Nussfülle in die Mitte geben und einrollen. Die Teigblätter beim Formen auseinanderziehen und beim Einrollen fest eindrücken. Wie das gemacht wird, zeigt Denise auf ihrem Blog in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung (hier klicken). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit einem verquirlten Ei bestreichen und nochmals kurz (ca. 10 Minuten) gehen lassen. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und legt ein Küchentuch darüber, sonst klebt euch nachher das Tuch auf allen Gipfeln…! In den vorgeheizten Ofen geben und bei 200 ° C Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten backen; evt. frühzeitig mit einer Alufolie abdecken, damit sie nicht zu dunkel werden. Eventuell mit Staubzucker bestäuben.
Mmmmmhh waren die lecker… Danke Denise!

Da brauch‘ ich keinen Bäcker mehr am Sonntag Morgen… 

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– Eure L.

 

 

Zucchini-(Abend-)Pizza

Diese Pizza lässt sich mit bestem Gewissen zu jeder Tages- und Nachtzeit mampfen, schmeckt super lecker und ist dazu auch noch richtig easy-cheesy! Der Boden besteht im Großen und Ganzen aus geraspelten Zucchini und ermöglicht damit ein kohlenhydrat-armes Essen; perfekt also auch für Leute, die abends gern mal auf Kohlenhydrate verzichten. Belegen kann man die Pizza mit allem, was einen gerade anlacht. Uns hat’s so gut geschmeckt, dass es sie gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gegeben hat!

Los geht’s!

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Was?

Für 1 Pizza:

1 große Zucchini
1 mittleres Ei
2 EL geriebener Pizzakäse (zB Mozzarella)
Salz und Pfeffer
1 EL Chiasamen, mit 4 EL Wasser zu einem „Gel“ anrühren – optional

Wie?

Backrohr auf 200 ° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Wer möchte, gibt 1 EL Chiasamen in ein Schüsselchen, gibt 4 EL Wasser dazu und lässt das Ganze ca. 10 Minuten stehen, bis sich das Ganze in eine gel-artige Substanz verwandelt hat. Daneben die Zucchini raspeln, in ein dünnes Geschirrtuch wickeln und die Flüssigkeit durch das Tuch pressen. Dieser Vorgang ist sehr wichtig, es sollte so wenig Flüssigkeit wie möglich im Teig sein. In einer Schüssel das Ei zerquirlen und die Zucchiniraspeln dazu geben. Mit Käse, Salz und Pfeffer gut verrühren. Zum Schluss die Chiasamen untermischen. Dann die ganze Masse mit den Händen zu einer Kugel formen und nochmals die Flüssigkeit etwas auspressen. Die Masse auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben und zu einem runden Pizzakreis flach drücken. Ca. 15-20 Minuten vorbacken, bis die Kruste leicht bräunlich ist und sich vom Backblech heben lässt. Aus dem Backrohr nehmen und nach Belieben belegen:

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Ich habe sie mit einer Tomatensauce bestrichen und mit etwas Fetakäse belegt. Dann nochmals ca. 10 Minuten ins Rohr. Bei mir wurde das Ganze dann noch mit frischem Rucola und Avocado belegt und mit etwas Zitronensaft beträufelt… Herrlich!!

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Suuuuuperlecker und auch noch gesund…

schriftzug

– Eure L.